Neue Mängel nach dem Softwareupdate

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Immer wieder berichten betroffene Kunden nach dem Softwareupdate von Problemen an ihrem Fahrzeug.

So ist wiederholt davon die Rede, dass jetzt mehr Sprit als vorher verbraucht wird, das Fahrzeug beim Gasgeben nicht mehr richtig zieht und auch die vorherige Höchstgeschwindigkeit nicht mehr erreicht wird.

Viele Betroffene berichten davon, dass der Wagen ruckelt.

Die Drehzahl des Motors im Leerlauf hat sich auf 1000 Umdrehungen pro Minute erhöht. Vorher waren es 800. Den Unterschied kann man sogar hören, das Motorgeräusch ist jetzt lauter, wenn man zum Beispiel an der Ampel steht. Das ändert sich auch dann nicht, wenn der Motor längst warm gefahren ist.

Auch soll die Start/Stopp-Automatik nicht mehr so schnell anspringen wie früher.

Der Kühlerventilator springt an, wenn das Fahrzeug abgestellt wird. Das ist seit der Umrüstung bereits mehrmals vorgekommen, selbst bei kalten Außentemperaturen scheint es, als müsse der Motor im Stand gekühlt werden. Bis zu 30 Sekunden dauert das, erst dann herrscht Ruhe. Hat VW Angst, dass der Motor nach dem Update überhitzt?

„Experten warnen vor Motorschäden“, titelt Spiegel Online unter Berufung auf nicht genannte Mitarbeiter der EU-Kommis­sion. Die wiederum beruen sich auf die Techniker im nord­italienischen „Vela“-Abgas­labor, das auf seinem Gebiet zu den führenden Einrichtungen welt­weit zählt. Die Vela-Techniker befürchten, dass das Abgasrück­führ­ventil, der Speicherkatalysator, das Harn­stoff-Injektions­system, der sogenannte SCR-Katalysator oder auch der Partikelfilter vorzeitig versagen könnten.

Gerade das AGR-Ventil hatte VW in den USA damals veranlasst die Manipulationssoftware überhaupt erst zu benutzen. Die AGR-Ventile hielten nicht lange genug und VW wollte weder ständig auf Kulanz neue Ventile verbauen, noch die Kunden damit konfrontieren. Schließlich liegen die Kosten für einen AGR-Ventil-Tausch bei ca. 700-1.700 € je nach Modell. Also wurde die Abgasrückführung reduziert, so dass die Ventile weniger arbeiten mussten und somit eine höhere Haltbarkeit (Lebensdauer) einherging.

Vor diesem Hintergrund ist die Befürchtung, dass gerade die AGR-Ventile durch das Softwareupdate in Mitleidenschaft gezogen werden undfrüher verschleißen nicht weit hergeholt und durchaus nachvollziehbar.

Ich kann jedem betroffenenen Halter daher nur von dem Aufspielen des Softwareupdates abraten.

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Veröffentlicht von

Rechtsanwalt Alexander Jüngst, Fachanwalt für Verkehrsrecht und Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht

Rechtsanwalt Alexander Jüngst, Fachanwalt für Verkehrsrecht und Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht

Rechtsanwalt in Flensburg

Fachanwalt für Verkehrsrecht
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